Torfwerk Zubrägel, Vechta (Stand: Mai 2008)


Die 600 mm-Feldbahn des Torfwerkes Josef Zubrägel in Vechta ist in mehrfacher Hinsicht einen Besuch wert. Zum einen setzt man hier einen recht betagten Lokpark mit Schöma-Maschinen aus der unmittelbaren Vor- und Nachkriegszeit ein und zum anderen bietet die Strecke mit ihrem im wahrsten Sinne in Grund und Boden gefahrenen Oberbau Feldbahnatmosphäre vom Feinsten. Hinzu kommt ein sehr schönes, übersichtliches und gut erhaltenes Torfwerk.

Die mehrere Kilometer lange Strecke führt S-förmig vom Werk ins Moor und lässt sich auf einem parallelen Feldweg gut verfolgen. Sehr schöne Fotomotive ergeben sich dabei durch den unterschiedlichen Baumbewuchs am Rande der Strecke sowie einige sehr fotogen neben den Gleisen stehende Ölförderpumpen. Insbesondere die Stichstrecken im Moor weisen dabei einen abenteuerlich anmutenden Oberbau mit stark eingefahrenen Stößen auf, die immer wieder Anlass für Entgleisungen geben. Das Lokpersonal sieht das aber ganz gelassen und spätestens nach einer Viertelstunde ist das Malheur mittels Winde und Brechstange in gewohnt traditioneller Weise behoben. Falls gerade greifbar, tut es natürlich auch ein Bagger.

Der Fahrzeugpark umfasst acht Schöma-Loks der Baujahre 1937 bis 1952, die auch heute noch hart beansprucht werden. Vor den langen Zügen aus stählernen Torfloren kommen vier Loks gleichzeitig zum Einsatz - zwei an jedem Ende, wobei die hinteren nur leer mitgeschleppt werden und später für die Rückfahrt zuständig sind.

 
Blick auf das Torfwerk mit den abgestellten Loks.   Lok Nr. 3 (Schöma 1401/1952) als Reserve.
 
Im Moor mit Ölpumpe. Es führt Lok 1 (Baujahr 1937) vor Lok 7 (Baujahr 1941)   Eingleisung mittels Bagger.
 
Lok 6 - auch eine uralte Schöma.   Schöma Lok Nr. 4 ist Baujahr 1938.
 
Auf der Strecke vor dem Torfwerk.   Der Zug bei der Einfahrt in das Werk.