Lok 2 (DL6 - Beschreibung)


Die Lok stellt das modernste Fahrzeug in der Sammlung dar. Die Maschine vom Typ DL6 aus der Lokfabrik Diema im niedersächsischen Diepholz gehört zu den kleinsten in Deutschland gebauten Feldbahnloks. Sie wiegt lediglich 1,15 t und ist bei einer Länge über Puffer von 1,79 m ein echter Winzling, kürzer als die meisten Loren. Die kleinen Abmessungen machen die Lok ideal für chronisch unter Platzmangel leidende (private) Feldbahnen, da sie mit einem Achsstand von 0,5 m auch engste Radien problemlos befahren kann. Angetrieben wird die Lok von einem 7,5 PS starken Einzylinderviertakt-Dieselmotor aus dem Hause Deutz (F1L 812), der der Lok eine erstaunlich hohe Zugkraft verleiht.

Die 1963 unter der Fabriknummer 2650 gebaute Lok gelangte nach ihrer Auslieferung über die Feldbahnfabrik Breidenbach & Co. in Mannheim-Neckarau an die Ziegelei Karl Reitz im hessischen Reddighausen/Hatzfeld. Dort tat sie bis zur Schließung der Ziegelei im Jahre 1983 Dienst und gelangte ca. 1987 zum Werk Worpswede-Teufelsmoor der TURBA-Torfindustrie. Hier war sie vorrangig als Arbeitszuglok im Einsatz. Zu diesem Zweck hatte sie an den beiden Seiten neben den Torfwerktypischen Laufbrettern zwei Halter für Schweißgasflaschen erhalten. Diese behielt sie auch, als sie um 2005 als Leihgabe zur nahegelegenen Besucherbahn der Blaubeerplantage von Oesen im Teufelsmoor wechselte. Im November 2006 wurde die Lok schließlich vom Feldbahnsammler Dieter Resinger gegen eine Diema DS20 eingetauscht und kam so nach Fredenbeck-Wedel. Im November 2008 gelangte sie letztendlich im Tausch gegen die bis dato nach Guben verliehene Ns2f (Lok 3) nach Woltersdorf (siehe Überführung).

In Woltersdorf erhielt sie die bislang frei gebliebene Nr. 2. Obwohl Diema nur sehr wenige Loks (darunter keine DL6) in die Mark Brandenburg geliefert hat und die Lok somit nicht ganz in das ursprüngliche Konzept einer schwerpunktmäßig regionaltypischen Sammlung passt, ist sie doch das ideale Zugpferd auf der hiesigen kleinen Feldbahnanlage. Des Weiteren lässt sie auf Grund ihres geringen Gewichts auch Ausflüge zu anderen Bahnen in der näheren und weiteren Umgebung zu, was ein ganz entscheidender Grund für den Tausch gegen die ansonsten sehr schöne Ns2f war. Inzwischen kann die Lok auf Einsätze in Chemnitz, Herzfelde, Ilmenau, Guben, Weißenhöhe/Białośliwie, Weißwasser und Zehdenick zurück blicken.

 
Seitenansicht der Lok.   Die sehr schönen originalen Schilder.
 
Anfang der 80er Jahre stand die Lok im harten Betriebseinsatz in der Ziegelei in Hatzfeld (Foto: WFB).   Ziegelei Hatzfeld: Interessant der damals noch vorhandene Sandkasten, der quer liegende Gashebel und der Sitz (Foto: WFB).
 
Die Lok auf der Blaubeerplantage von Oesen. "Torftypisch" die Haltegriffe an der Haube, ungewohnt hingegen die Gasflaschenhalter (Foto: WFB).   Zwei Jahre zählte die Maschine zum Bestand der Wedeler Feldbahn. Probefahrt nach Fahrwerksaufarbeitung im Oktober 2008.

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