Drehscheibe Nr.1


Die gusseiserne Drehscheibe fand ich bei der Bergung der S 10-Schienen in der früheren Ziegelei Alfred Wulf in Finow. Es dauerte eine Weile, bis mein Konzept für die künftige Gleisanlage stand und ich eine Verwendung für die Drehscheibe gefunden hatte, so dass sie quasi als überraschender Nachzügler aus Finow in meinen Bestand kam.

Nach der Demontage wurde die Scheibe einer gründlichen Reinigung unterzogen und mittels Drahtbürste vom Rost befreit. Der gusseiserne Rahmen erhielt einen Anstrich aus Bitumen, während der Rollenkranz nach der Aufarbeitung mit Rostschutz- und Lackfarbe behandelt wurde. Die ebenfalls gusseiserne Drehplatte blieb dagegen im Ist-Zustand, da eine farbliche Behandlung unter Betriebsbedingungen wenig sinnvoll erschien. Nach der Aufarbeitung wurde die Drehscheibe am Ende der künftigen Lokhalle auf ein extra gegossenes Betonfundament gesetzt. Dort wurde sie inzwischen durch ein im Durchmesser größeres Exemplar ersetzt.

 
Die Drehscheibe in der Ziegelei in Finow. Sie lag dort inmitten der Reste des 500 mm-Netzes und war mir deshalb nicht gleich aufgefallen.   Zerlegt in die drei Einzelteile Rahmen, Rollenkranz und Drehplatte ging's von Finow aus per Lkw in Richtung Woltersdorf...
 
.. wo sie bis zur Aufarbeitung neben dem Schuppen zwischengelagert wurde.   Die Drehscheibe bereits am endgültigen Einbauort. Zum Funktionstest wurde sie behelfsmäßig an das Baugleis angeschlossen.