Gleisbau


Wegen des teilweise recht lehmigen Bodens (Woltersdorf liegt in einer klassischen Ziegeleiregion!) war an eine Gleisverlegung auf dem gewachsenen Boden nicht zu denken. Also musste als erstes die Trasse bis zu 1 m tief ausgehoben werden. Wegen des "buddelunfreundlichen" Bodens musste ein Bagger her...
Das Ganze wurde anschließend mit Betonrecycling wieder verfüllt und verdichtet, wodurch eine recht solide Bettung entstand.
Vor der schwierigen Frage des Schienenbiegens stand schon so mancher Feldbahner. Zu meinem Glück haben die Feldbahner vom "Feldbahnprojekt 500" in der nahen Berliner Wuhlheide die nötige Technik und stellten diese mir gerne zur Verfügung - besten Dank dafür!!!
Im Anschluss an die große Schienenbiegeaktion folgte gleich die Verlegung der ersten Gleisjoche sowie der Weiche Nr.2. Da das gute Stück etwa 400 bis 500 kg auf die Waage bringt, war von den vier Mann voller Einsatz gefordert.
Die nächste Aktion galt dann dem Streckenbau. Nachdem die ersten Meter des Stahlschwellengleises montiert waren, kam der wesentlich längere Abschnitt auf Holzschwellen an die Reihe, womit die Streckenlänge nach Anschluss der Weiche immerhin schon 40 Meter betrug.
Zum Umsetzen der Lok wurde von der Weiche Nr.2 ein provisorisches Gleis bis zum Standplatz der Lok verlegt, damit die Maschine ohne Hilfe von Kränen auf die fertige Strecke gelangen konnte. Diese ersten mit eigener Kraft zurück gelegten Meter waren zweifellos ein Meilenstein beim Aufbau der Bahn!
Das provisorische Gleis wurde unmittelbar nach der Überführung der Ns2f in den Lokschuppen wieder entfernt. Erst im Oktober 2005 war das Grundstück soweit hergerichtet, dass dieser Bauabschnitt mit einem vernünftigen Unterbau erneut in Angriff genommen werden konnte. Der Oberbau wurde komplett auf Stahlschwellen verlegt, die vor dem Einbau mit Bitumenanstrich konserviert wurden. Am 17.12.2005 konnten die ersten sechs Meter Gleis verlegt werden. Etappenweise folgte dann der Rest bis September 2008, so dass die S18-Strecke damit inzwischen fertiggestellt ist.
Durch den Einsatz der richtigen Technik kann man sich die Arbeit schon ganz schön erleichtern: Dank Rassmann'scher Technik ist auch das Bohren der Laschenlöcher kein Problem, sondern eher ein Vergnügen...
Die aus dem Finower S10-Profil bestehende Querspange wurde als allererster Gleisabschnitt bereits 2003 errichtet, jedoch vorerst nur provisorisch für Baustofftransporte. Das erste endgültige Teilstück (10 m) wurde dann zeitgleich mit der Pflasterung an der Hausseite im Herbst 2004 verlegt. Im Frühsommer 2006 wurde dann das restliche provisorische Gleis entfernt, um Baufreiheit für den Lokschuppen zu schaffen. Danach ruhten wegen anderer Prioritäten die Arbeiten bis zum Sommer 2008, wo das Planum für den Restabschnitt neu hergerichtet und die Drehscheibe 2 nebst Anschlussschienen eingebaut wurde.
Nach sieben Jahren der Ruhe wurde die Verbindungsspange zur Erzielung besserer Fahrmöglichkeiten noch einmal umgebaut. Die Drehscheibe 2 entfiel und wurde durch die neu gebaute Weiche 3 und eine entsprechend geänderte Gleisführung ersetzt.