Lore 8 (Flachlore)


Diese aus einer Vetschauer 0,75 m³-Kipplore umgebaute Flachlore kam aus einem Sägewerk im brandenburgischen Rathenow nach Woltersdorf. Leider erfolgte der Umbau zur Flachlore ziemlich brutal: Nicht nur die Abrollböcke der Mulde waren mittels Schneidbrenner entfernt worden, sondern auch gleich noch die Quer- und Längsausteifungen. Dafür besitzt die Lore noch ihr schönes Vetschauer Fabrikschild, welches das Baujahr 1962 und die Fabriknummer 2252 angibt. Der Zustand von Achsen und Puffern war gut, jedoch Rahmen und Achslager bedurften einer Ausbesserung, da der Rost hier schon einigen Schaden angerichtet hatte.

Um die Lore wieder als vollwertige Flachlore aufzubauen, wurden alle Überbleibsel der abgetrennten Lagerböcke entfernt und eine neue (originalgetreue) Längsversteifung in Form eines 100er U-Eisens eingebaut. Als nächstes wurden die weggerosteten Teile des Rahmens im Bereich der Achslager herausgetrennt und mittels Schweissen wieder aufgebaut. Der Wiederherstellungsaufwand war damit für einen normalen Rahmen schon sehr hoch. Die Achslager wurden gegen bessere Exemplare getauscht, die aus einer Lore der niederschlesischen Ziegelei Kuttlau (Kotla, Polen) stammen und so von der üblichen Bauform optisch ein wenig abweichen.

 
Die Lore nach der Ankunft in Wolterdorf.   Das Fabrikschild.
 
Der Rahmen beim Aufschweißen im März 2011. Die neue Längsversteifung ist auch bereits eingebaut.   Die fertige Lore nach dem Probezusammenbau im Mai 2011.
Beim Gasteinsatz in Herzfelde.